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Praxis Dr. med. Martin Andres

Malaria

Malaria

Die Malaria ist die am weitesten verbreitete Tropenkrankheit. Sie wird durch den Stich einer mit Parasiten infizierten Anopheles-Mücke übertragen. Diese Parasiten (Plasmodien) gelangen in Leber und Milz und durchlaufen dort die weitere Entwicklung. In bestimmten regelmäßigen Abständen werden dann weitere Erreger ins Blut freigesetzt.

Erreger: Plasmodien (Pl. vivax, Pl. ovale, Pl. malariae, Pl. falciparum)

Inkubationszeit: Je nach dem Erreger zwischen einer und sieben Wochen.

Verbreitung:

Die Malaria kommt vor allem in Sumpfgebieten mit mittleren Temperaturen vor. In früheren Jahrhunderten gab es auch in Mitteleuropa Malariaepidemien. Heutzutage ist die Malaria vorwiegend in tropischen und subtropischen Regionen anzutreffen: in Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika, vereinzelt auch noch in einigen Regionen der Türkei und den Golfstaaten.

Symptome:

Nach dem Stich nisten sich die Parasiten zuerst in der Leber ein, die sie dann je nach Erregerart nach Tagen oder Wochen zu verlassen um die roten Blutkörperchen zu befallen. Dort vermehren sie sich, bis die roten Blutkörperchen zerplatzen, was wiederum die charakteristischen Fieberschübe bis 41° C und den Schüttelfrost auslöst. Es zeigen sich außerdem schwere Magen-Darm-Störungen und Gliederschmerzen. Die Malaria tropica, die besonders in Afrika vorkommt, ist die schwerste Form und verursacht die meisten Todesfälle. Die Malaria befällt das Gehirn, das Herz, die Leber und die Nieren.

Vorsichtsmaßnahmen:

Die tagaktiven Mücken stechen besonders nachts und in der Dämmerung. Halten Sie sich zum Schutz vor Stichen nachts nur in geschlossenen Räumen auf und schlafen Sie möglichst unter einem Moskitonetz, das fest um die Matratze geschlagen wird. Bevorzugen Sie Netze, die mit einem Insektenabwehrmittel imprägniert wurden. Achtes Sie darauf, dass die Netze keine Löcher aufweisen. Nach Sonnenuntergang sollten Sie im Freien nur langärmlige Kleidung und lange Hosen sowie festes Schuhwerk tragen. Freie Körperstellen sollten mit einem Insektenabwehrmittel geschützt werden.



Impfung:

Eine Impfung gegen Malaria ist bisher trotz langjähriger Forschung nicht vorhanden. Vor der Einreise in ein Malariagebiet sollte ggf. eine medikamentöse Prophylaxe erfolgen. Diese Medikamente müssen regelmäßig 1-2 Wochen vor der Abreise, während des Aufenthaltes und unbedingt bis vier Wochen nach dem Aufenthalt eingenommen werden. Welches der verschiedenen Präparate geeignet ist oder ob nur die Mitnahme eines "Stand-by-Medikamentes" notwendig ist , hängt vom Reiseland, der Reisezeit, dem Infektionsrisiko vor Ort und der Erregerresistenz ab. Daher ist eine individuelle Reiseberatung rechtzeitig vor Antritt der Reise notwendig.