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Praxis Dr. med. Martin Andres

Lungenfunktion

Lungenfunktion/Spirometrie


Untersuchung:
Die Funktion der Lunge wird durch die Spirometrie bestimmt. Der Atemstrom wird dabei durch ein Messgerät (Spirometer) geführt, das verschiedene Gasvolumina berechnet und den Ablauf der Atmung in der sogenannten "Fluß-Volumen-Kurve" grafisch darstellt.
Aus diesen Ergebnissen kann dann der Zustand der Atemwege beurteilt werden: Krankheiten können festgestellt und deren Verlauf beurteilt werden. Dazu werden die Messergebnisse unter Berücksichtigung der Größe, des Gewichtes und des Geschlechtes mit vorgegebenen Normwerten verglichen. Zur Beurteilung werden nicht nur die Messergebnisse, sondern auch der Verlauf der Kurven und Diagramme sowie das Verhältnis der Werte untereinander herangezogen.

Bei der Lungenfunktionsprüfung werden u.a. die folgenden Werte gemessen:
1. Atemzugvolumen: normales In- und Exspirationsvolumen
2. Inspiratorisches Reservevolumen: Volumen, das nach normaler Inspiration noch zusätzlich eingeatmet werden kann
3. Exspiratorisches Reservevolumen: Volumen, das nach normaler Exspiration noch zusätzlich ausgeatmet werden kann
4. Residualvolumen: Volumen, das nach maximaler Exspiration noch in der Lunge zurück bleibt
5. Vitalkapazität: Volumen, das nach maximaler Inspiration maximal ausgeatmet werden kann (= Summe aus 1 + 2 + 3)
6. Inspirationskapazität: Volumen, das nach normaler Exspiration maximal eingeatmet werden kann (Summe aus 1 + 2)
7. Funktionelle Residualkapazität: Volumen, das nach normaler Exspiration noch in der Lunge enthalten ist (Summe aus 3 + 4)
8. Totalkapazität: Volumen, das nach maximaler Inspiration in der lunge enthalten ist (Summe aus 4 + 5)
9. Einsekundenwert: Volumen, das bei maximaler Anstrengung in der ersten Sekunde ausgeatmet werden kann

(Inspiration = Einatmung; Exspiration = Ausatmung)

Aus dem jeweiligen Kurvenverlauf der Fluß-Volumen-Kurve lassen sich Rückschlüsse auf die Dehnbarkeit des Lungengewebes, des Brustkorbes oder auf die Widerstände in den Atemwegen ziehen.

Vorbereitungen:
Besondere Vorbereitungen sind nicht notwendig.

Ablauf der Untersuchung:
Die Untersuchung dauert nur einige Minuten. Die Atemluft wird durch einen Schlauch mit einem Mundstück in das Messgerät geleitet. Damit das gesamte Atemzugvolumen erfasst wird, wird die Nase mit einer Nasenklemme verschlossen. Um verschiedene Messwerte zu ermitteln, muss über das Mundstück zuerst normal geatmet werden, dann erfolgt eine langsame tiefe Ausatmung, danach eine tiefe Einatmung; anschließend muss schnell und stark maximal ausgeatmet werden.

Kontraindikationen:
Besondere Gesundheitsgefährdungen oder Nebenwirkungen treten bei dieser Untersuchung nicht auf.

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