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Praxis Dr. med. Martin Andres

Jetlag

Jetlag - Das Syndrom der Zeitverschiebung


Als Jetlag wird die Schwierigkeit des Körpers bezeichnet, seinen biologischen 24-Stunden-Rhythmus bei längeren Flugreisen in andere Zeitzonen anzupassen.

Zu Problemen bei der Zeitanpassung kommt es besonders bei Flügen in Richtung Osten (nach Asien, Australien oder auch beim Rückflug vom amerikanischen Kontinent nach Europa), da hierbei der Tagesrhythmus gekürzt wird. Es kommt zu Problemen beim Einschlafen und das Aufstehen am nächsten Morgen fällt extrem schwer.

Genau umgekehrt ist es bei Flügen nach Westen: Da sich dort die Zeit nach hinten verschiebt ist man dort schon am frühen Abend völlig ermüdet und wacht schon sehr früh am nächsten Morgen auf.

Schlafstörungen sind jedoch nicht die einzigen Probleme, die der Jetlag mit sich bringt:

Viele Reisende klagen über Kopfschmerzen, Augenbrennen, Übelkeit, Durchfall, Minderung der Reaktionsfähigkeit, Erschöpfungszustände, Einschränkung der Konzentrations- und Gedächtnisfähigkeit; auch über Hungerattacken zu den unpassendsten Zeiten zusammen mit zeitlich "unorientiertem" Stuhl- und Harndrang wird berichtet. Seltener wurden sogar Halluzinationen und Depressionen durchlebt.

Völlig verhindern lassen sich die Symptome des Jetlag nicht. Hier einige Tipps, wie man mit dem Jetlag am Besten zurecht kommen kann:

  • Versuchen Sie nicht, Ihre innere Uhr durch die Einnahme von Medikamenten (Schlafmittel, Hormone, etc.) zu überlisten. Erleichtern Sie Ihrem Körper die Zeitumstellung auf möglichst natürliche Weise:
  • Passen Sie Ihren Körper schon einige Tage vor der geplanten Reise an die veränderte Lokalzeit des Zielortes an: Bei Flügen nach Westen (Amerika) gehen Sie einige Tage später als normal zu Bett. Umgekehrt ist es bei Flügen Richtung Osten (Asien/Ozeanien/Australien): Gehen Sie etwas früher als üblich zu Bett.
  • Stellen Sie schon bei Flugbeginn Ihre Uhr auf die neue Ortszeit am Zielort um und passen Sie sich schon jetzt dem Tagesrhythmus des Zielortes an.
  • Gehen Sie Ihren Aufenthalt gelassen an und nehmen Sie sich nichts Größeres für den frühen Morgen der ersten beiden Tage vor.
  • Vermeiden Sie trotz eventuell aufkommender Müdigkeit einen Mittagsschlaf oder ein Nickerchen zu ungewohnter Zeit.
  • Halten Sie sich tagsüber viel im Freien auf.
  • Bewegen Sie sich viel und sorgen Sie für ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
  • Alkohol und Zigaretten sind nicht geeignet, Symptome des Jetlag zu unterdrücken!
  • Bei schweren Symptomen wie Halluzinationen oder Depressionen suchen Sie unbedingt einen Arzt am Urlaubsort auf.