Startseite | Kontakt | Impressum

Praxis Dr. med. Martin Andres

FSME

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Viruserkrankung, die hauptsächlich durch den Biss einer mit dem Virus infizierten Zecke übertragen wird. Die Zecken selbst infizieren sich bei Mäusen oder anderen kleinen Nagetieren.

Erreger: FSME-Virus

Inkubationszeit: 5-14 Tage

Verbreitung:

Deutschland (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen), Österreich, Russland, Polen, die Baltischen Staaten, Tschechische Republik, Slowakische Republik, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, die Staaten des ehemaligen Jugoslawien, Albanien, Schweden, Finnland. Kleinere Gebiete befinden sich in Italien, der Schweiz und Griechenland.

Symptome:

Die FSME verläuft in zwei Phasen. In der ersten Phase kommt es zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber und Schnupfen. Meistens endet die Krankheit in dieser Phase. In der zweiten Phase (nach ca. einer Woche ohne Beschwerden) kommt es bei ca. 10 % der Erkrankten zu einer Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarkes mit starken Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit, Lähmungserscheinungen, Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Dauerschäden wie Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Lähmungserscheinungen können zurück bleiben. In Einzelfällen kann die Krankheit tödlich enden.

Vorsichtsmaßnahmen:

Bei Waldspaziergängen sollte eine Kleidung getragen werden, die Arme und Beine bedeckt. Untersuchen Sie sich nach dem Aufenthalt im Freien in gefährdeten Regionen auf Zecken. Eine möglichst rasche Entfernung der vollständigen Zecke (einschließlich ihres Kopfes) sollte angestrebt werden. Lassen Sie die Bissstelle durch einen Arzt Ihres Vertrauens kontrollieren. Auch sollte nach einem Biss überprüft werden, ob ein ausreichender Schutz gegen Tetanus besteht.
Einmal erkrankt ist eine spezifische Therapie nicht möglich; daher sollte in gefährdeten Regionen ein ausreichender Impfschutz bestehen.

Impfung:

Bei Kurzentschlossene kann durch drei Injektionen an den Tagen 0, 7 und 21 schnell ein wirksamer Impfschutz erreicht werden. Nach ca. einem Jahr muss dann aber erneut aufgefrischt werden. Drei Jahre später dann die erste Auffrischung.

Beim routinemäßigen Langzeitschema wird die zweite Impfung 1-3 Monate nach der ersten gegeben, die dritte Impfung dann 9-12 Monate später. Die erstse Auffrischung ist dann nach drei Jahre notwendig.