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Praxis Dr. med. Martin Andres

Doppler-Sonographie

Doppler-Sonographie


Theoretisches:
Mit der Doppler-Sonographie wird der Blutfluß in den Gefäßen mit Hilfe von Ultraschallwellen darstellbar gemacht. Im Schallkopf des Ultraschallgerätes werden mit einem piezo-elektrischen Kristall Schallwellen erzeugt deren Frequenzbereich oberhalb der menschlichen Hörfähigkeit liegt. Diese Ultraschallwellen werden vom Schallkopf aus in den Körper gesandt.

Werden mechanische oder wie hier elektromagnetische Wellen an einer sich bewegenden Struktur (hier fließendes Blut) reflektiert, haben auftreffende und reflektierte Welle eine unterschiedliche Frequenz. Strömung, die sich auf die Sonde zu bewegt, führt zu einer Erhöhung der reflektierten Frequenz, Strömung in entgegen gesetzter Richtung dagegen zu einer Frequenzerniedrigung (Doppler-Effekt). So ist eine Richtungserkennung möglich. Im Doppler-Gerät werden die ausgesandten und die vom Blutgefäß reflektierten Schallwellen elektronisch verarbeitet und in einen hörbaren Ton umgesetzt. Dieser Ton gibt die Bewegung des Blutstromes wieder, welcher durch das Gefäß fließt.

Diese Verfahren wird zur Diagnose von peripheren arteriellen Gefäßverschlüssen an den Beinen genutzt.

Vorbereitung:
Eine Untersuchung mit der Doppler-Sonographie kann ohne besondere Vorbereitungen erfolgen, jedoch sollte der Patient vor der Messung schon einige Minuten in Ruhe gelegen haben.

Ablauf der Untersuchung:
Zuerst wird der Blutdruckes an beiden Armen gemessen. Normalerweise sollten die systolischen Armarteriendrücke im Seitenvergleich eine Differenz vom 20 mm Hg nicht überschreiten. Danach wird die Blutdruckmanschette im Liegen am Unterschenkel angebracht und vor dem Aufpumpen mit der Dopplersonde, die durch ein Gel besseren Kontakt mit der Haut hat, der Blutfluss in der Fußrückenarterie bzw. der Arteria tibialis posterior dargestellt Anschließend wird der systolische (obere) Blutdruck durch das Wiederauftreten des durch die aufgepumpte Blutdruckmanschette kurzfristig verschwundenen Fließgeräusches gemessen. Die mit der Dopplerdruckmessung gemessenen systolischen Knöchelarteriendrücke sind normalerweise höher als die systolischen Armarteriendrücke.
Unter Ruhebedingungen liegen die syst. Knöchelarteriendrücke beim Gesunden 10-30 mm Hg über dem syst. Armarteriendruck.

Der Dopplerdruckgradient (Druck am ArmDruck am Fuß) sollte beim Gesunden –10 bis –20 mm Hg betragen. Eine Dopplerdruckdifferenz von über –20 mm Hg deutet auf eine Verhärtung der Gefäßwände hin. Dopplerdruckgradienten zwischen +10 und +20 mm Hg weisen auf eine Gefäßverengung hin. Werte ab > 20 mm Hg weisen auf einen Arterienverschluss hin.

Der Knöchel-Arm-Index (Druck am Fuß : Druck am Arm ) ist normalerweise > 1,0.
>1,4: Verdacht auf eine Gefäßwandverhärtung
0,7-1,0: Arterienverengungen oder Arterienverschlüsse mit gutem Umgehungskreislauf
<0,69: Verschlüsse mit schlechtem Umgehungskreislauf oder Gefäßverschlüsse an mehreren Stellen.

Kontraindikationen:
Das Doppler-Verfahren arbeitet mit Schallwellen, die für den Körper nicht gefährlich sind.

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